HARRY im WEB

USA Reisen

Harry und das neue Millenium

Zum Jahreswechsel 1999 / 2000 war ich das zweite Mal in den USA. Immer noch als Student, immer noch knapp bei Kasse, daher nur fünf Tage. Wegen so kurzer Zeit 16 Stunden an die amerikanische Westklüste fliegen? Hey, es war der Beginn des neuen Milleniums!!! Was hätte ich denn sonst machen sollen? Bleigissen, zu Hause im Naturpark Augsburg westliche Wälder??? Nicht mir mir!

Die Route:

Mit dem Flieger von München über Amsterdam nach Seattle / Washington einschliesslich eines Tagesausfluges nach Portland / Oregon.

Die Story:

Nach einem unendlich langen Flug von Amsterdam non stop nach Seattle sind wir abends fix und fertig angekommen. Zum Glück befanden wir uns dann in der Kaffee-Hauptstadt der Vereinigten Staaten, so dass die Auswahl an koffeinhaltigen Heissgetränken schier unendlich war um wieder auf Touren zu kommen. Seattle ist die Geburtstätte der Coffee-Shop-Kette Starbucks, die wahrscheinlich jedem Amerika-Reisenden ein Begriff ist. Aber damit nicht genug, auch weiter Ketten wie z. B. Seattle's Best Coffee oder Tally's haben an jeder Ecke einen Laden. Ich kann ohne übertreibung sagen, dass es in den Strassen der Innenstadt alle paar hundert Meter eine Coffee-Shop gibt

Obwohl Seattle die nördlichste Mettropole der USA ist, ist dort im Winter ein angenehmeres Klima als im Süden Deutschland, wegen der Nähe zum Meer. Schnee ist in Seattle eher selten, als ich dort war lag keiner. Trotzdem vermittelte die Stadt einen sehr feierlichen und winterlichen Eindruck, da ausnahmslos alle Bäume in Downtown mit Lichterketten weihnachtlich beleuchted waren, auch typisch amerikanische grell bunt geschmüchte Weihnachtsbäume gab es genügend.

Das Wahrzeichen der Stadt ist die Space Needle, von den Einwohnern kurz Sneedle genannt, die zum Zwecke der Weltausstellung in Seattle gebaut wurde. Von ihr hat man einen beeindruckenden Blick über die Stadt und den Puget Sound, der Bucht an der Seattle gelegen ist. Neben dem Observation Deck beinhalted die Sneedle auch ein gehobendes Restaurant, welches sich langsam dreht. Wir waren dort zum Abendessen und ich muss sagen, dass ich für so viel Geld noch nie so wenig zu essen bekommen habe. Aber das Essen war wirklich vorzüglich und der Ausblick auf das nächtlich beleuchtete Seattle war die Dollars auf alle Fälle wert!

Seattle ist eine der eher wenigen amerikanischen Gross-Städte, bei denen der Stadtkern auch ausserhalb der Geschäftszeiten voller Leben steckt. So gibt es dort nicht nur Bürogebäude und Lädern sondern (neben den schon erwähnten zahllosen Coffee-Shops) auch jede Menge Bars und Clubs in denen die Nacht zum Tage wird.
Des weiteren ist die Stadt auch für ihre vielen Micro Breweries bekannt, so dass man dort für amerikanische Verhältnisse aus sehr vielen durchaus annehmbar schmeckenden Bier-Sorten wählen kann. Nachdem dem Durchschnitts-Ami dunkles Bier und Weizen kein Begriff sind, werden z. B. bei Gordon Biersch, einem Restaurant für gutbürgerliche amerikanische Küche mit eigener Hausbrauerei, vor dem Bestellen der Getränke eine ganze Reihe kleiner Schpapsgläser voll mit den aktuell am Ausschank angebotenen Biersorten zum Probieren angeboten.

Schliesslach kam der grosse Tag: Sylvester 1999 / 2000. Bitterer Beigeschmack: in New York und ausgerechnet auch in Seattle hatten islamistische Extremisten Terroranschläge mit Bomben geplant. Beide Anschläge wurden von den Behörden verhindert. Die aus Kanada einreisenden Attentäter, die den Anschlag in Seattle ausführen sollten, wurden an der Grenze festgenommen. Dennoch wurde aus Sicherheitsgründen die Party im Seattle Center zu Füssen der Space Needle abgesagt. Das Feuerwerk fand aber zum Glück wie geplant statt. Zum anschliessenden Feiern ging es dann eben nach Downtown anstatt ins Seattle Center.

Im neunen Jahr unternahmen wir dann einen Tagesausflug nach Portland / Oregon. Dort habe ich mehrere Stunden im grössten Buch-Laden der Welt verbracht, danach war Shopping in einer Mall angesagt. Portland ist eine sehr schöne, grüne Stadt wirkt im Vergleich zu Seattle allerdings etwas provinziell.

Einen weiteren Ausflug unternahmen wir in die Boeing Fabrik in Everett, einer kleinen Stadt etwas nördlich von Seattle gelgen. Neben Microsoft ist Boeing der grösste Arbeitgeber in der Region. Das Werk in Everett, welches vom volumen her gesehen das grösste Gebäude der Welt ist, kann in einer geführten Tour besichtigt werden. Diese Tour kann ich jedem, der dort einmal in der Nähe ist, nur schwer empfehlen. Nicht nur die Flugzeuge in verschiedenen Stadien der Fertigstellung, schon das Gebäude allein wirken durch die unglaublichen Ausmasse sehr beeindruckend. In der Fabrik in Everett werden ausschliesslich Wide Bodies, also die grossen Typen wie z. B. die 747 (momentan noch das grösste Passagierflugzeug der Welt, was die Anzahl der Passagiere angeht) und die 777 (das längste Passagierflugzeug der Welt mit den grössten Flugzeugtriebwerden der Welt), hergestellt.
Aus Sicherheitsgründen ist das Mitführen von Kameras bei der Tour nicht gestatte. Das folgende Foto habe ich demnach nicht selbst geschossen, sondern wird auf der Boeing Website zur Verfügung gestellt. Allerdings handelt es sich heirbei um ein Bild, wie ich es während der Tour durchas selbst hätte machen können, da man genau wie auf dem Foto von einem Balkon auf die Vertigungslinie blickt.

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